Behandlung im Wechselgebiss

Lose Spange in bunt

Im Wechselgebiss arbeitet man meist mit so genannten "losen Spangen", herausnehmbare Geräte aus buntem Kunststoff und Spezialdrähten. Mit Hilfe der Funktionskieferorthopädie erreichen wir bei den Kindern und Jugendlichen eine Harmonisierung des Gesichts- und Weichteilwachstums sowie eine erhöhte Stabilität des Bisses durch optimale Einstellung der Verzahnung. Durch rechtzeitiges Entwickeln der Kiefer können Engstände vermieden und dadurch bedingte Zahnextraktionen verhindert werden.

Behandlung mit loser Zahnspange

Gesunde und schöne Zähne sind eine Wohltat für das ganze Leben.

Der Kiefer ist während dem Zahnwachstum von Kindern bzw. im Übergang vom Milchzahngebiss zu den bleibenden Zähnen noch äußert beweglich und verformbar. Dies hat zum einen den Nachteil, dass sich beispielsweise durch das Nuckeln am Schnuller oder Daumen sehr schnell extreme Verformungen ausbilden können. Und wenn das Kind dann sprichwörtlich erst mal in den Brunnen gefallen ist, dauert die Behandlung zur Regulierung dieser Zahnfehlstellung entsprechend lang.

Der Vorteil des noch sehr beeinflussbaren Kiefers während der Wachstumsphase liegt darin, dass mit Hilfe einer losen Zahnspange sich bei Kindern gute und schnelle Erfolge erzielen lassen. Im Gegensatz zu einer festen Zahnspange, die im Mund einige Zeit verbleibt, ist dabei auch die aktive Mithilfe des kleinen Patienten nötig. Damit sich die beschriebenen Erfolge schnell einstellen, ist eine konsequente und ausdauernde Tragezeit der losen Zahnspange nötig. Je nach Schweregrad der Fehlstellung, kann die tägliche Tragedauer bis zu 20 Stunden pro Tag bertragen. Genaue Anweisungen erteilt der Kieferorthopäde aber individuell. Nachdem der Kieferorthopäde vom Patienten zur Modellerstellung einen Abdruck mittels Alginatmasse, einer weichen Konsistenz welche mit einem speziellen Löffel über die Zähne gedrückt wird, abgenommen hat, fertigt das Zahnlabor die Zahnspange an. Bei der optischen Gestaltung der Zahnspangenplatte kann der kleine Patient sogar mitbestimmen. Grelle Farben und Glitzerflitter sind sehr angesagt und begünstigen gleichzeitig ein konsequentes Trageverhalten.

Nachdem die lose Zahnspange durch das Dentallabor fertig gestellt hat, wird diese dem Patienten eingesetzt. Der richtige Sitz wird vom Fachzahnarzt kontrolliert und mögliche, störende Kanten rundgeschliffen. Anfängliche Missempfindungen, Sprachstörungen oder Druckschmerzen sind normal. 
Nicht nur der Patient, sondern der gesamte Kauapparat muss sich erst an die Korrekturhilfe gewöhnen und reagiert entsprechend. Eine motivierende Haltung seitens Eltern, Geschwistern und Mitschüler trägt positiv zu einem Behandlungserfolg bei.

Die lose Zahnspange wird während dem Essen und beim Sport, um Verletzungen zu vermeiden, herausgenommen und sicher in einer Spangendose aufbewahrt. In Hostentaschen haben lose Zahnspangen nichts zu suchen, da ansonsten die Spange kaputt gehen kann oder gar verloren geht. Der Kieferorthopäde kann zwar eine Schadens- oder Verlustmeldung bei der Krankenversicherung erwirken, ob diese dann reguliert, ist nicht immer gesagt. Am besten behütet jeder Patient die lose Zahnspange wie seinen Augapfel, dann kann wenig Unheil passieren.

Hygiene ist das A und O

Während der Behandlungsdauer mit der losen Zahnspange muss der Patient nicht nur auf seine eigene, konsequente Mundhygiene achten. Auch die Zahnspange selbst muss pfleglich behandelt werden. Mit der Zahnbürste und etwas Zahnpasta kann die Zahnspange vorsichtig gereinigt werden, festsitzende Beläge können mit speziellen Reinigungstabletten entfernt werden.

Kostenübernahme

Die spannende Frage, die den meisten Eltern unter den Nägeln brennt, ist die der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse. Hierauf gibt es kein eindeutiges „Ja“ oder „Nein“. Je nach Schweregrad, welche der Kieferorthopäde durch seine Anamnese sowie einem Behandlungsplan ermittelt, erfolgt eine volle Kostenübernahme oder nur eine Teilbezuschussung. Hier ist den Eltern zu empfehlen, sich frühzeitig mit ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen.