Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche

Die Frühbehandlung

Platzhalter zur kieferorthopädischen Frühbehandlung

Bereits ab einem Alter von ca. drei Jahren kann eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll sein. Frühzeitig erkannte Fehlstellungen lassen sich nämlich oft schon mit spielerischen (myofunktionellen) Muskelübungen oder einfachen Massnahmen wie einer Mundvorhofplatte oder Funktionsreglern behandeln. Auch ein früher Verlust eines Milchzahnes führt häufig zu späterem Platzmangel im bleibenden Gebiss. Schon mit dem Einsetzen eines einfachen Platzhalters kann die Lücke offen gehalten werden. So können wir frühzeitig und effizient bei Fehlentwicklungen eingreifen und durch rechtzeitiges Weichenstellen eine spätere Behandlung überflüssig bzw. in einem sehr viel geringeren Umfang notwendig werden lassen.

Behandlung im Wechselgebiss

Beispiel einer losen Zahnspange
Lose Spange

Im Wechselgebiss arbeitet man meist mit so genannten "losen Spangen", herausnehmbare Geräte aus buntem Kunststoff und Spezialdrähten. Mit Hilfe der Funktionskieferorthopädie erreichen wir bei den Kindern und Jugendlichen eine Harmonisierung des Gesichts- und Weichteilwachstums sowie eine erhöhte Stabilität des Bisses durch optimale Einstellung der Verzahnung. Durch rechtzeitiges Entwickeln der Kiefer können Engstände vermieden und dadurch bedingte Zahnextraktionen verhindert werden.

Behandlung im bleibenden Gebiss

Feste Zahnspange

Etwa zwischen dem 6. und 13. Lebensjahr werden die Milchzähne nach und nach ersetzt. Nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne fallen die Milchzähne heraus. Aus dem Milchgebiss wird das bleibende Gebiss - die Übergangszeit nennt sich Wechselgebiss.

Sind alle bleibenden Zähne durchgebrochen, ist in der Regel das Hauptwachstum des Kiefers abgeschlossen. Es können keine Wachstumskorrekturen mehr vorgenommen werden und das Hauptaugenmerk liegt auf der Korrektur von Zahnfehlstellungen. Die Behandlung geschieht mit der "festen Spange", fest auf den Zahn geklebte Brackets verbunden über einen Draht, wobei die Zahnbewegung durch die Kraftübertragung des Drahtes auf das Bracket erzeugt wird.